Digitalisierungsprozesse stoßen bei Mitarbeitern oft auf Ablehnung, überfordern und fühlen sich in der Implementierung zunächst kompliziert an. Das liegt entweder daran, dass sie als „ganz einfach“ verkauft werden (was sie nicht sind), oder sie werden von „Herrschaftswissen“ umweht. Oft entsteht dieser Eindruck aber auch, weil Mitarbeitende nicht richtig informiert und zu spät einbezogen werden.
Richtig angegangen, kann die Umstellung deutlich schmerzfreier erfolgen. Am besten ist es, wenn Teilbereiche sukzessive automatisiert und vollständig digitalisiert werden. Bei passender Software kann das fast gleitend geschehen; eine radikale Umstellung zu vieler Kernprozesse auf einmal ist dann nicht nötig. Damit wird auch die Gefahr von funktionalen Lücken oder Systemausfällen drastisch minimiert.
Wer klug ist, nutzt bereits zu Beginn das Potenzial und das Wissen aller Mitarbeiter, um Prozesse zu analysieren und zu hinterfragen. Das Erklären von Ziel und Weg schafft Transparenz und Vertrauen. Richtiges Onboarding fängt weit vor der Umsetzung an – und der eine oder andere Chef kann sicher noch etwas lernen, wenn er einfach mal zuhört. So fühlen sich die Mitarbeitenden ermutigt und ernst genommen.
Kluge Entscheider wählen zudem frühzeitig geeignete „Champions“ in den eigenen Reihen aus, welche die Idee unterstützen und den Umgang mit den Werkzeugen meistern. Wenn man im Zuge der digitalen Automatisierung einen neuen Blickwinkel auf die eigene Arbeit einnimmt, kann das auf allen Ebenen sehr erhellend sein. Der Erfolg stellt sich dann in vielfältigerer Weise ein als erwartet. Dann ist es vielleicht manchmal noch kompliziert, aber kein „Mist“ mehr.

