Das mittlere Management steht in Change-Prozessen sprichwörtlich zwischen den Fronten und wird dort aufgerieben. Die Leitung fordert schnelle Ergebnisse, die jedoch wenig kosten dürfen. Die Mitarbeiter wissen oft zu wenig, sind verunsichert, sollen sich aber dennoch aktiv beteiligen. Das mittlere Management hat nun die Aufgabe, diese Gemengelage in robuste Lösungen zu übersetzen. Das kann nicht gut gehen – und geht es oft auch nicht. Ein Grund dafür: Aufgaben und Ziele sind unklar. Mal wird nicht gefragt, mal wird nichts gesagt.
Soll der „Squeeze der Mitte“ vermieden werden, muss das Management über das nötige Wissen verfügen und führen dürfen. Dazu muss es nicht nur die Ziele kennen, sondern auch die Werkzeuge, die zum Einsatz kommen. Zudem muss es in die Lage versetzt werden, flexibel auf die Ergebnisse der Umsetzung zu reagieren. Prozesse müssen laufen!
Leider versteht jemand nicht automatisch alles besser, nur weil sein Gehalt höher ist. Man darf jedoch erwarten, dass Führungskräfte Verantwortung übernehmen, sich Themen zu eigen machen und für sie einstehen. Aber auch Manager brauchen Zeit, um neue Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten wirklich zu durchdringen. Die Verantwortung der Leitung ist es, diese Zeiträume zu schaffen, den Support langfristig sicherzustellen und eigene „Champions“ heranzubilden. Dazu braucht es Begleitung und Hilfe. Klassische Berater gehen irgendwann. Kunden sollten daher einen Partner finden, der sie langfristig mit Know-how in allen Transformations- und Change-Schritten begleiten kann – weit über Kick-offs und erste Schulungen hinaus.

